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Um es kurz zu machen, das Leben in Thailand ist einfach schön. Allem voran die Freudlichkeit und Toleranz der Menschen (nicht wenige Ausländer leben mit einem thailändischen Partner). Das Wetter und Klima. Die tolle Mischung aus Tradition und Moderne. Die landschaftliche Vielfalt. Eine der besten Küchen der Welt und die daraus resultierende gesunde Ernährung. Günstige Flüge nach Europa und die interessanten Nachbarländer. Man könnte diese Liste fast endlos fortführen. Doch hierüber ist anderer Stelle bereits schon sehr viel geschrieben worden. Ein kurzer Blick in GOOGLE genügt, um sich über alle diese privaten Bereiche umfassend zu informieren. Uns soll es hier jedoch um eine wirtschaftliche Betrachtung gehen.

Thailand mit seinen etwa 66,7 Millionen Einwohnern hat sich in den letzten drei Jahrzehnten zu einem „Boomland“ in der ASEAN (einer Wirtschaftsgemeinschaft ähnlich der EU) entwickelt. Die günstige Lage im Herzen Südostasiens, zwischen China und Indien, macht es dem Königreich leicht, sich wirtschaftlich in diese Zusammenhänge einzufügen. Aus der Asienkrise 1997 gestärkt hervorgegangen, ist Thailand trotz einiger politischer Veränderungen nach wie vor dabei, zu einer der führenden Nationen Südostasiens aufzusteigen. Thailand hat längst zu den Industrienationen aufgeschlossen und verfügt über eine exzellente Infrastruktur, die in der ASEAN Region ihresgleichen sucht. Forschungs-, Bildungs- und Innovationssysteme entwickeln sich gut, erkennbar u.a. am Bedeutungsgewinn von Investitionen, R&D und Hochschulabsolventenzahlen. Dies bietet auch kleinen und mittleren ausländischen Firmengründern die Möglichkeit, in diesem wachstumsstarken Land, mit einem interessanten Produkt oder einer pfiffigen Dienstleistung überaus erfolgreich zu sein.

Ein Spezifikum des thailändischen Systems und seine große Stärke ist die bedeutende Rolle der Privatindustrie. Die Anstrengungen nationaler und multinationaler Firmen im Forschungsbereich gerade technisch anspruchsvoller Felder sind zunehmend sichtbar. Thailand legt ein besonderes Augenmerk auf fünf strategische Cluster: Automobilindustrie, Lebensmittelindustrie, Tourismus, Textilindustrie und Softwareentwicklung.

Dennoch ist es für „Newcomer“ nicht einfach, in einem derartigen, schon etablierten Umfeld Fuß zu fassen: Ohne fundierte und sachkundige Unterstützung laufen geschäftliche Aktivitäten in Thailand allzu leicht Gefahr, zu einem finanziellen Desaster zu werden. Dies gilt vor allem bei der Auswahl der richtigen strategischen Partner in Thailand. Wichtigste Rechtsgrundlage für Investoren bleibt nach wie vor der „Foreign Business Act“ von 1999. Hier sind Marktzugang und Investitionsgrundsätze festgehalten, welche die Investoren berücksichtigen müssen, um in Thailand erfolgreich zu werden. Die deutsch-thailändischen Beziehungen, deren 150-jähriges Jubiläum 2012 gefeiert wurde, sind traditionell jedoch sehr gut und bieten ebenfalls viele Ansatzpunkte für die Unternehmsgründungen deutschsprachiger Auswanderer (z.B. der Erteilung von Arbeistgenehmigungen).

Nach Ansicht der thailändischen Botschafterin in Deutschland, Nongnuth Phetchartana, stellt die aktuelle politische Situation (Herrschaft der Militärs) eine temporäre, nicht aber ein strukturelle Veränderung für Investoren in Thailand dar. Auch für Außenstehende sind die wirtschaftlichen Fundamentaldaten nach wie vor vielversprechend. So eröffnen sich gerade jetzt Chancen für Investoren, da die thailändische Seite sowohl was Geschäftspartner als auch was staatliche Stellen angeht, auf ihrer Suche nach wirtschaftlicher Kooperation eher zu Konzessionen bereit sein dürfte als dies in Zeiten ruhigeren politischen Fahrwassers der Fall ist.

Gerade vor dem Hinblick der bereits oben erwähnten ASEAN-Freihandelszone (ASEAN Economic Community, AEC 2015) wird das wirtschaftlich starke Thailand sicher wieder eine Führungs-rolle übernehmen. Dies ist vorteilhaft für Investoren, die von Thailand aus andere Märkte in ASEAN und darüber hinaus erschließen wollen. Die Herrschaft der Militärs wird dabei nur ein kurzes Intermezzo bleiben.

Politische Veränderungen halten jedoch große deutsche Unternehmen nicht davon ab, in Thailand weiter zu investieren. Dies ist wenig überraschend – Thailand gehört zu den konkurrenzfähigsten Märkten Südostasiens und rangiert unter den 15 weltweit besten Ländern beim Investorenschutz. Dies macht Thailand zur Nummer 8 der weltweit attraktivsten Standorte für deutsche Investitionen.

Im Vorjahr reichten deutsche Firmen beim thailändischen Board of Investment (BoI) Anträge für 23 Projekte über 3,19 Milliarden Baht ein. Wie die Deutsch-thailändische Handelskammer (GTCC) mit Sitz in Bangkok weiter mitteilte, waren es in den ersten beiden Monaten dieses Jahres zwei Projekte über 183 Millionen Baht. Das BoI hat im Königreich alle größeren Investitionen zu genehmigen und gewährt steuerliche Vergünstigungen.

Deutschland ist Thailands führender Handelspartner in Europa mit im Vorjahrsesvolumen von 10 Milliarden US-Dollar. In den ersten beiden Monaten 2015 nahmen die thailändischen Exporte im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 684,5 Millionen Dollar zu. Die Deutsch-thailändische Handelskammer hat über 500 Mitglieder und ist eine der größten ausländischen Handelskammern im Königreich. Es bieten sich also auch als kleiner bis mittlerer Firmengründer in Thailand die allerbesten Chancen an diesem Boom ebenfalls teilzuhaben.

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